1. Ne m’appelle pas ta biche: jähzorniger Feminismus, ja drastische Härte, “nenn mich nicht dein Kätzchen, nenn mich nicht dein Reh”, ein ausgezeichneter kleiner schneller Rock, eine explosive Kraft, 20 Jahre Schlagzeug hinterlassen Spuren, die das Ohr nicht täuschen: the way to study it is to put it on the stereo and turn it up as loud as you can.
2. Babystrich: schnell, was tun mit 16, außer sich in den Abgründen der Diskothek zu verlieren, deren Namen EGO lautet, das klingt teuflisch logisch, während der Chorus das monotone Drama wiederholt, Bürgersteig der Babys, Christiane F., die 13 Jahre alt war, ach! Berlin, Zoologischer Garten, Stadt der Legenden!

3. Do the Bambi: enigmatisch wie der Titel des Albums, sobald es ins Ohr eindringt, bricht es einem das Herz, “Let’s be friends please”, ideal zu jeder Jahreszeit, weckt den best begrabenen Liebeskummer wieder auf.

4. Cinemania: Orgel und Rhythmusmaschine-Schule, Hommage an die glückliche Mania des Kinos durch die Reimen der Namen seiner Heroinen und Helden.

5. Das erste Mal: körperliche Liebe ist tierisch, die Erinnerung menschlich, der Rest eine kleine Melodie, die das Bedauern bedeutet, das Vermissen jenes Glücks, an nichts zu denken.

6. Mars rendezvous: Rätsel der Sprache, Gemeinschaft im Kosmos, Visionen vom Universum, nur mit denjenigen, mit denen wir Liebe machen, teilen wir dieses Geheimnis, das Mysterium im Iris unserer Augen.

7. La douce humanité: Schreckensschreie, Feststellung der Welt as it is, “die Erde ist das Paradies des Schmerzes”, es macht wütend, ohne zu erleichtern, ” wir sind nicht in einem Roman, sondern in einem Ekel erregenden Film!”

8. Cannibale: “ich verehre dich, ich fresse dich auf”, die Liebe ist Fleisch fressend, ehelich, tödlich, fatal, bei Godard, am Ende des Drehbuchs, knabbert die zur Hippie gewordene Mireille Darc an einem Teil ihres schweinischen Ehemanns und fragt nach mehr.

9. Tas de tôle: die historischen Tatsachen sind bewiesen, es war einmal eine Zeit, in der Staus einen in Angst und Schrecken versetzten, weil man annahm, dass es sich um in Dosen konzentrierte Gewalt handelte, dies ist wahr, “salaud! Merdeux! Communiste!”, das sind beinahe Beschimpfungen aus dem Vorkrieg, könnte man meinen … “voyou! Tu veux une claque? (claque? claque? claque? claque?)» loops & echoes.

10. Helft mir: unsere Dämonen, unsere Lieben, unsere Einsamkeiten, “please come back to me”, helft mir, ihr! Alle Himmelskräfte! Aber als Antwort vernehme ich bloß elastische Kaskaden, die Motoren kleiner Alien-Raketen, wie in dem Videospiel im Tea-Room nahe dem Gymnasium, in meiner Kindheit.